Preisträgerfilme
Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm 2026
Auszug aus der Begründung der Jury: "Ein filmisches Plädoyer für Naturschutz, das zeigt, wie Tierarten mit menschlich geprägten Landschaften zurechtkommen, wenn wir ihnen Raum lassen – nüchtern erzählt, wertfrei und im Geist Horst Sterns. Herausragende, originell komponierte Bildsprache mit intensiven Nah- und präzisen Slow-Motion-Aufnahmen, dramaturgisch sinnvoll eingesetzten Drohnenperspektiven und einer Musik, die Akzente statt Klangteppich setzt. Kompaktes, differenziertes Wissen zu Sekundärlebensräumen und Anpassungsfähigkeit wirkt in der BNE impulsgebend, berührt ohne Pathos und motiviert zum Nachdenken und Handeln."
Klimaschutz-Filmpreis 2026
Auszug aus der Begründung der Jury: "Was wäre, wenn WIR es schaffen, das globale Ziel 13 = Klimaschutz, der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und auch das der Landeshauptstadt Potsdam zu erreichen, indem wir uns die Zusammenhänge von Menschen und Natur bewusst machen. Die Filmemacher*innen begleiteten renommierte Wissenschaftlern*innen, die weltweit die natürlichen Kohlenstoffsenken erforschen. Wir erleben deren Alltag, anschaulich erklären die passionierten Forscher*innen ihre Vorgehensweisen und Erkenntnisse, aber vor allem zeigen sie uns wirksame Lösungen auf. Im Fokus des preiswürdigen Dokumentarfilmes sind die Wälder, Gletscher, Moore und Ozeane der Erde. Ein Film der umweltfreundlich nach Vorgaben des ÖFI produziert wurde und der Zuversicht vermittelt, dass wir es gemeinsam schaffen können, uns allen eine Zukunft zu ermöglichen."
Zukunftsfilmpreis 2026
Auszug aus der Begründung der Jury: "'Lacoma - Der Kohle im Weg' ist die eindrückliche Nacherzählung eines Protestes. Über zwei Staaten hinweg kämpfen Einheimische und Zugezogene für den Erhalt eines Ortes, der am Ende der Kohle zum Opfer fällt. Mit kleinem Budget finanziert, gelingt es dem Film, mit einfachen Mitteln große Themen zu verhandeln: Heimat und Gemeinschaft, Umwelt- und Klimaschutz. Der Film von René Schuster macht Lust auf Widerstand. Nicht klagend oder denunzierend, sondern ermutigend, sich einzusetzen für die eigenen Visionen, für unsere Umwelt, für künftige Generationen."
Hoimar-von-Ditfurth-Preis für die beste journalistische Leistung 2026
Auszug aus der Begründung der Jury: "Die Dokumentation „Unsere Flüsse- Wie retten wir Deutschlands Lebensadern“ deckt faktenreich und mutig die Gefährdung unserer Gewässer durch Industrie, Bergbau und Landwirtschaft auf. Die Filmemacherinnen Gesine Enwaldt und Melanie Stucke überzeugen durch eine investigative Recherche, die auch vor mächtigen Konzernen nicht Halt macht. Besonders hervorzuheben: Ihr Film zeigt viele Möglichkeiten zum aktiven Handeln auf, ist mit einer Citizen-Science-Initiative verbunden und regt dazu an, sich an der Rettung von Gewässern vor Ort zu beteiligen."
Preis für die beste künstlerische Leistung 2026
Auszug aus der Begründung der Jury: "Wann haben Sie sich zuletzt mit dem Universum direkt unter Ihren Füßen beschäftigt – diesem oft übersehenen „vergessenen Universum“? Der Kurzfilm „The Leap Beneath“ richtet den Blick genau dorthin und macht das Unsichtbare erfahrbar. Mit eindrucksvollen Makroaufnahmen und einem winzigen Kugelspringer als Hauptfigur entführt er in eine faszinierende Welt voller Leben im Boden. Durch die mutige Vermenschlichung und feinen Humor entsteht eine überraschend emotionale Verbindung zu diesen verborgenen Bewohnern. In nur wenigen Minuten gelingt es dem Film, ein ästhetisch starkes und ökologisch bedeutendes Thema eindrucksvoll zu vermitteln."
Auszug aus der Begründung der Jury: "Der Film erzählt von einer Erdkröte und ihrer lebensgefährlichen Passage über Straßen-Asphalt auf ihren Weg zum Laichgewässer. Mit allen Mitteln der Filmkunst gelingt es dem Filmemacher Jonas Steiner, die Dramatik der Situation weitgehend aus der Perspektive der Kröte zu erzählen und uns dieses so fremde amphibe Wesen in seiner Existenznot nahezubringen. Die Jury hat begeistert, dass der Film ganz ohne Sprache auskommt (und dennoch etwas zu sagen hat), und dass durch ausgewählte Musik, visuelle Gestaltung und klugen Schnitt die Dramatik der Situation leichtfüßig, amüsant und emotional dicht übermittelt wird."
Bester Kinder- und Jugendfilm 2026 (bis 14 Jahre)
Auszug aus der Begründung der Jury: “Dieser Film hat uns tief berührt und begeistert. Mit eindrucksvollen Bildern und einer spannenden Geschichte zeigt er, wie mutige Menschen sich für bedrohte Tiere einsetzen. Kevin Köhrmann schafft es, uns die Zerbrechlichkeit der Natur vor Augen zu führen und uns gleichzeitig zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Ein Film, der Mut macht und zeigt, dass wir gemeinsam die Welt beschützen können.”
Bester Kinder- und Jugendfilm 2026 (ab 14 Jahre)
Auszug aus der Begründung der Jury: "Der Film ist ein eindringlicher Weckruf gegen die Zerstörung durch Palmöl und stellt die klare Forderung nach politischer Verantwortung im Lieferkettengesetz sowie privatem Boykott. Jens Westphalen und Thoralf Grospitz zeigen meisterhaft die globale Verantwortung für das Überleben der Orang Utans."
Lobende Erwähnung der Preisjury 2026
Auszug aus der Begründung der Jury: "Ein Film, der uns mitnimmt auf die Reise der Kraniche quer durch Europa. Durch gute Recherchen und faszinierende Bilder erhalten wir spannende Einblicke in das Leben der heimlichen Kraniche in den Brutgebieten im hohen Norden, auf dem Zug durch Deutschland und in den Winterquartieren in Südspanien. Es kommen Menschen zu Wort, die sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Kraniche einsetzen und es wird gezeigt, welche Herausforderungen der Kranich durch Klimawandel, intensive Landwirtschaft und weiteren Nutzungsdruck auf unsere Landschaft zu bewältigen hat."
Lobende Erwähnung der Jugendjury 2026
Auszug aus der Begründung der Jury: "Dieser Film hat uns beeindruckt, weil er ein Thema beleuchtet, das uns alle im Alltag betrifft. Durch Luams Selbstversuch haben wir verstanden, mit welchen Tricks Onlineshops arbeiten und welche versteckten Folgen billiges Shopping für unsere Umwelt und Sicherheit hat. Miriam Witsch schafft es, komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge spannend und verständlich zu erklären. Eine wichtige Dokumentation, die uns zum Nachdenken über unser eigenes Konsumverhalten anregt."
Auszug aus der Begründung der Jury: “Der Film macht die faszinierende Vielfalt und die hochkomplexen Strategien der Ameisen durch spektakuläre Aufnahmen sichtbar und schafft so Bewusstsein für den Schutz dieser oft übersehenen, aber essenziellen Insekten. Jan Haft zeigt meisterhaft, dass wahre Wunder nicht nur in den Tropen, sondern auch direkt in unseren heimischen Ökosystemen zu finden sind.”