FESTLICHE ERÖFFNUNG DER 13. ÖKOFILMTOUR


fand am Mittwoch, 10. Januar 2018, 19 Uhr statt
Filmmuseum Potsdam,
Breite Straße 1A, 14467 Potsdam

Typisch! Michael Succow - Weltverbesserer aus Leidenschaft
Porträtfilm von Dieter Schumann, NDR 2016, 28 Minuten
Festrede Prof. Dr. Michael Succow | Landschaftsökologe | Träger des Alternativen Nobelpreises

VON BANANENBÄUMEN TRÄUMEN
Kino-Dokumentarfilm von Antje Hubert, 92 Minuten

Oberndorf, ein Dorf im Mündungsgebiet der Elbe. Die Gemeindekasse ist leer, Arbeitsplätze sind rar, kleine Höfe werden aufgegeben. Doch einige Dorfbewohner wollen sich mit dem drohenden Niedergang nicht abfinden. Mit der Hilfe eines Berliner Projektentwicklers gründen sie eine Bürgeraktiengesellschaft und entwerfen ein neues Geschäftsmodell: Gülle, die reichlich vorhanden ist, soll die Energie liefern für die Aufzucht von afrikanischen Welsen und Bananenbäumen, gedüngt durch die Ausscheidungen der Fische. Ein Film, der uns Mut macht, auch wenn die Bananen noch ein Traum sind.

Anschließendes Filmgespräch:
Antje Hubert | Regie, Drehbuch Markus Haastert | Protagonist des Films | Projektentwickler BE Solutions & Blue Systems Design GmbH, Berlin Prof. Dr. Michael Succow | Landschaftsökologe Träger des Alternativen Nobelpreises Dr. Monika Griefahn | Umwelt- und Kulturpolitikerin Sprecherin der Jury der Ökofilmtour Moderation: Ernst-Alfred Müller | Leiter der Ökofilmtour, FÖN e.V.

Bitte Karten Vorreservieren unter: 0331-2718112
Eintritt: 6 €, ermäßigt 5 €



 





Über die Ökofilmtour 2018


Die Tournee, die am 16. Januar traditionell vom Präsidenten Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson an der HNE Eberswalde eröffnet wird, führt in diesem Jahr bis zum 18. April 2018 wieder in mehr als 60 Orte, wo rund 200 ehrenamtliche Mitveranstalter aus dem Programm der nominierten 40 Fernseh- und Kinofilme und 15 Kurzfilme eine Auswahl treffen - auch für Kinder- und Jugendliche in vielen Festivalorten. Außerhalb des Wettbewerbs werden ein Porträt über Heinz Sielmanns Lebenswerk und Vermächtnis, das anläßlich seines 100 Geburtstages 2017 entstand, und der Film "Die ermüdete Wahrheit" von 1992 über Horst Stern gezeigt, der im vorigen Jahr in Passau sein 95. Jubiläum begehen konnte.
Neben Heinz Sielmann werden auch einige andere vorbildliche Persönlichkeiten des Natur- und Umweltschutzes in Porträt-Filmen vorgestellt: Prof. Michael Succow, Peter Wohlleben, Hans-Christian Ströbele oder Jan Haft. Etwas mehr als die Hälfte aller Filme (23) ist wieder für Kinder und Jugendliche bestimmt, die für Schulen und Freizeiteinrichtungen in vier Altersstufen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung empfohlen werden.

Schwerpunkte des 13. Festivals sind die Entwicklung des ländlichen Raums und die Perspektiven der Landwirtschaft unter dem Motto des Themenjahres 2018: "Brandenburg in Europa - Europa in Brandenburg". Viele Filme des Festivals beschäftigen sich - auch im weitesten Sinne - mit diesen Themen und werden im Rahmen des "Lebenslangen Lernens" mit den Zuschauern diskutiert. Gesprächspartner werden Filmemacher, Politiker sowie Experten des Umwelt- und Naturschutzes sein.

Sehr gut recherchiert steht das Wissen über die Folgen von Glyphosat und andere Pestizide im Focus, gepaart mit einer Wanderausstellung "Irrtum Pestizide", die bereits zum Auftakt im Foyer des Filmmuseums stehen und dann das Festival von Ort zu Ort begleiten wird. Filme zu Themen wie das Insektensterben und ihre Folgen für das drohende Artensterben sowie die Entscheidung von Jungbauern für den Ökologische Landbau werden von vielen beeindruckenden Naturfilmen umrahmt, die zeigen, wie wichtig das Verhalten und das Engagement von uns allen für die Kulturlandschaft, die Wälder und die Bewahrung der biologischen Vielfalt durch den Naturschutz ist.

BNE heißt auch, dass soziale Fragen, Probleme der Wirtschaftsentwicklung und Zukunftsfragen zur Diskussion gestellt werden: Integration von Flüchtlingsfamilien ("Die neuen Kinder von Golzow"), Fluchtursachen z. B. in Afghanistan durch die Kolateralschäden von Kampfdrohnen der USA ("National Bird", produziert von Wim Wenders) oder Gefahren von Europas Pannenmeilern, die trotz des deutschen Atomausstiegs fortbestehen, trotz der Lehren aus Tschernobyl ("Eine Chronik der Zukunft"), wie sie in einem ergreifenden Spielfilm aus Luxemburg nach dem Buch der Nobelpreisträgerin Svetlana Alexiejewitsch (Weißrussland) dargestellt werden.

Förderer der 13. Ökofilmtour sind wie in den Vorjahren das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, die Stiftung NaturSchutzFonds, die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, die Stadt Potsdam, die Heinz Sielmann Stiftung und die Hochschule für NE Eberswalde. 153 Einreichungen aus Deutschland, Österreich, USA, Luxemburg, Frankreich, Belgien, Ukraine und der Schweiz.

Ein besonderer Anreiz dafür waren wieder vier Preise, die mit 5.000 € dotiert sind, für den Wettbewerb: Durch die Heinz Sielmann Stiftung für den Kinder- und Jugend-Filmpreis, die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde für den Zukunftsfilmpreis, die Stiftung NaturSchutzFonds den Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm und die Stadt Potsdam den Preis für die beste künstlerische Leistung. Begeht sind auch die undotierten Preise der Deutschen Umwelthilfe e.V., die wieder den Hoimar-von-Dittfurth-Preis für die beste journalistische Leistung verleiht und der Publikumspreis, der durch das Votum der Zuschauer ermittelt wird.

Erfreulich viele Einreichungen gab es diesmal vom Regional- und Hauptstadtsender RBB, von denen sieben für den Wettbewerb nominiert wurden. Die Festrede zur Eröffnung am 10. Januar 2018, 19 Uhr, im Filmmuseum Potsdam wird Prof. Michael Succow halten, der auch neben der Regisseurin Antje Huber, dem Protagonisten des Films Markus Haastert und der Umwelt- und Kulturpolitikerin Dr. Monika Griefahn die Gesprächspartner für den Eröffnungsfilm "Von Bananenbäumen träumen" sein wird.
Moderation: Ernst-Alfred Müller, Leiter des Festivals.

Jury-Mitglieder sind Danka Losansky, Lehrerin aus Potsdam,
Dr. Bärbel Dalichow, Filmwissenschaftlerin, ehemalige Leiterin des Filmmuseums Potsdam,
Dr. Detlef Knuth, Biologe, ehemaliger Direktor des Naturkundemuseums Potsdam,
Ulli Pfau, freiberuflicher Filmproducer
und die seit 10 Jahren bewährte Sprecherin der Jury Dr. Monika Griefahn. Die Preisverleihung findet am 18. April 2018, 19 Uhr, im Hans Otto Theater Potsdam (Reithalle) statt.



Festival des Umwelt- und Naturfilms Ökofilmtour
FÖN Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz e.V.
Haus der Natur , Lindenstraße 34 , 14467 Potsdam