Schirmherrschaft
Hanka Mittelstädt, Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
Schirmfrau der Ökofilmtour 2026

© MLEUV Land Brandenburg, Foto: Fabian Schellhorn
Liebe Bürgerinnen und Bürger im Land Brandenburg,
sehr geehrte Besucherinnen und Besucher der Ökofilmtour 2026,
in unserer Gesellschaft, die sich in den letzten Jahren ungeheuren, bisher oft nicht erlebten Herausforderungen stellen muss, gilt es mehr denn je zusammen zu halten. Zusammenhalt kann dort entstehen, wo sich Menschen mit Herausforderungen gemeinsam beschäftigen, sich offen austauschen und nach Halt und Haltung suchen.
Die 21. Ökofilmtour präsentiert erneut landesweit von Januar bis April 2026 Filme zu Umwelt- und Naturschutz, Klimaschutz, und zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit. Allein diese Aufzählung zeigt, dass sich die Ökofilmtour verpflichtet fühlt, Nachhaltigkeit als ganzheitliche Themenstellung aufzugreifen und sich somit einer großen Bandbreite existenzrelevanter Fragen unserer Zeit widmet. Die Filmbeiträge berühren viele der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die wir als Agrar- und Umweltverwaltung des Landes Brandenburg ernst nehmen und denen sich Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich bewusstwerden sollten.
Die Ökofilmtour gibt es seit 2006, steht aber in einer bemerkenswerten Tradition.
„Sprengbagger 1010“ aus dem Jahr 1929 von Carl-Ludwig Achaz-Duisberg gilt als frühester Ökofilm, der den Landschaftsverlust thematisiert. Der Stummfilmklassiker spielt zwar in den Braunkohlebieten im heutigen Nordrhein-Westfalen, aber mit Heinrich George war gewissermaßen auch Babelsberg schon dabei.
Es ist auch in diesem Jahr dem Engagement des Fördervereins für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz e.V. zu danken, dass die Tour landesweit Leinwände an unterschiedlichsten Orten bespielen kann. Insgesamt 58 Filme stehen zur Auswahl. Viele der Filme richten sich speziell an Kinder und Jugendliche. Die teilnehmenden Orte stellen ihre Filmauswahl selbst zusammen.
Eröffnet wird die die Ökofilmtour 2026 mit dem norwegischen Film „Woolly“, ein Dokumentarfilm über Traditionen, den Wechsel der Generationen und naturnahe Landwirtschaft. Mit dem Dokumentarfilm „Wildnis statt Spreewald“ geht Wolfgang Albus auf eine Diskussion ein, die mich in meiner Arbeit als Ministerin aktuell beschäftigt.
Einen besonderen Hinweis verdient der Film „Der Graue Kranich - Auf den Schwingen eines Riesen“ in der Regie von Annekatrin Mücke, eine Hommage an diese majestätischen Vögel des Glücks, wie sie in Japan genannt werden. Jedes Jahr um den Monatswechsel Ende September/Anfang Oktober lädt die Nationalparkverwaltung in den Norden der Uckermark ein. Gartz (Oder) steht mit dem Ort Mescherin, wo es einen Beobachtungsturm gibt, im Mittelpunkt einer alljährlichen Kranichwoche.
Die Filme sollen nicht nur erlebt, sondern im Anschluss auch diskutiert werden, denn ein Markenzeichen dieser Filmreihe sind die Gesprächsrunden mit Expertinnen und Experten. Es geht am Ende nicht nur darum, Problemfelder aufzuzeigen und über den Lauf der Welt zu klagen, sondern Menschen zum Mitdenken und Mitmachen anzuregen.
In diesem Sinne versteht sich die Ökofilmtour auch als Kulturprojekt auf dem Lande, das zivilgesellschaftliches Engagement fördert. Denn für die Umsetzung eines Filmtour-Tages vor Ort sind die lokalen Gastgeber und die Besucherinnen und Besucher aufgefordert selbst aktiv zu werden.
Ich wünsche allen Veranstaltungen viele interessierte Besucherinnen und Besucher, die durch anregende Beiträge und Diskussionen Zusammenhalt entwickeln können.
Mit freundlichen Grüßen

Hanka Mittelstädt
Ministerin für Land und Ernährungswirtschaft,
Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg Potsdam, Januar 2026