Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Das Hans Otto Theater feiert mit der Preisverleihung die Wiedereröffnung nach dem Lockdown

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Musik von der Klezmer- und Balkan-Musik-Band "Shmaltz"

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Grusswort von Axel Vogel (Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg)

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Der Preis für die beste künstlerische Leistung geht an Annette und Klaus Scheurich für Ihren Film "Herbstwelten"

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Moderatorin Carla Kniestedt und Heike Walk (Vizepräsidentin der HNEE) im Austausch über die Anfänge der Ökofilmtour

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Prof. Dieter Wiedemann (Gründungspräsident der Filmuni Babelsberg & Sprecher der Jury) stellt die PreisträgerInnen vor

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Livestreaming der Veranstaltung vom Kameramann Wolfgang Huber und Medientechniker Thomas Oberländer

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Autorin Mareike Wilms - Preisträgerin für den Film "Die Story: Klima retten – und die Welt verändern?"

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Musik von der Klezmer- und Balkan-Musik-Band "Shmaltz"

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Preisträger für den Film "Die großen Irrtümer der Globalisierung": Imke Meier und Stefan Ebling

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

"Mit Alexander Gerst ins All" - Thomas Hausner nimmt den Preis für den besten Kinder- und Jugendfilm entgegen

Preisverleihung der Ökofilmtour 2020

Carla Kniestedt gratuliert Simone Unger zum Film "Soja statt Kartoffeln? Wie das Klima unsere Landwirtschaft verändert"

Preisträger

Preisträger

Wir gratulieren den Preisträgern der Ökofilmtour 2020


Nach dem Lockdown wurde es uns im Hans Otto Theater ermöglicht, sogar in Anwesenheit der Preisträger, der Förderer, der Jury und des Schirmherrn Axel Vogel (Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg) die diesjährigen Preise und fünf mal Preisgelder mit 5.000 € des 15. Filmfestivals Ökofilmtour zu verleihen.

🎬 Zukunftsfilmpreis 2020
      "Die Story: Klima retten – und die Welt verändern?"

🎬 Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm
      "Die Wiese – Ein Paradies nebenan"

🎬 Hoimar-von-Ditfurth-Preis für die beste journalistische Leistung
      "Die großen Irrtümer der Globalisierung"

🎬 Bester Film zum Klimaschutz
     "Wie das Klima unsere Landwirtschaft verändert"

🎬 Preis für die beste künstlerische Leistung
      "Herbstwelten"

🎬 Bester Kinder- und Jugendfilm
      "My Home is my ISS - Mit Alexander Gerst ins All"

Preisträger

Zukunftsfilmpreis 2020 - 5.000 € verliehen von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde



Dokumentarfilm – Deutschland 2019
Autor/Regie: Jörg Laaks, Mareike Wilms | Kamera: Jörg Laaks, Stefan Benzer, Tim Gralke, Oliver Voigt | Redaktion WDR: Palina Milling, Martin Suckow, Markus Zeidler | Schnitt: Tobias Klein
Produktion: Holger Koopmann, Axel Greinert

Begründung der Jury:
Die gelungene Dokumentation über Fridays for Future zeigt am Beispiel von Köln die Vorbereitungen des größten globalen Klimastreiks, den Deutschland bis dahin gesehen hat: 3 Millionen Menschen, Jung und Alt, fordern im September 2019 eine angemessene Reaktion der Politik zur Klimakrise. Doch das "Klimapaket" der Bundesregierung gibt keine Antwort, die den Warnungen der Wissenschaft und der Sorge der meisten Menschen entspricht.
Wichtige Vordenker*innen wie Maja Göpel oder Nico Paech kommen zu Wort. Auch Fragen des zivilen Ungehorsams werden den Jugendlichen gestellt und ihre Suche nach Verbündeten gezeigt. Es gilt, so die Mahnung von ihnen, keine Zeit zu verlieren! Der wissenschaftliche Konsens dafür wird u. a. von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde auch mitgeprägt, die den Preis gestiftet hat.

Preisträger

Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm – 5.000 € von der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg



Kino - Dokumentarfilm – Deutschland 2019
Autor / Regie: Jan Haft (Ökofilmtour - Bester Naturfilm 2008, 2018) | Kamera: Jan Haft, Kay Ziesenhenne, Max Kölbl | Musik: Dominik Eulberg, Sebastian Schmidt | Schnitt: Eva Becker, Jan Haft

Begründung der Jury:
Zu den Werkzeugen moderner Naturfilmer gehören neben extremen Großaufnahmen, Slow Motion, mit Drohnen gefilmte Draufsichten oder die Verwendung von Endoskop-Optiken, hier scheinbar spielend beherrscht. Jan Haft zeigt ein bedrohtes Paradies: Pflanzen, Wildtiere, Vögel und Insekten in einer Magergraswiese. Wie stets in seinen Arbeiten wird jedes Lebewesen aufs Schönste gewürdigt, jedes Einzelbild sorgfältig komponiert. Doch die Kritik an der Zerstörung des Lebensraums von Feldlerchen, Kiebitzen, Ragwurz oder anderen Wiesenorchideen durch Überdüngung hat nichts Selbstgerechtes. Haft versteht durchaus die Beweggründe von Bauern, die vermeintlich entbehrliches Grasland zum Anbau von Feldfrüchten oder als ertragreiche Futterwiesen nutzen wollen.
Seine Fürsprache gilt dennoch der blüten- und artenreichen Wiese. Jedes Wesen, das nur dort gedeihen kann, ist unentbehrlich - auch für uns. Ohne proklamatorische Appelle plädiert der Film überzeugend dafür, dass unsre Landschaften vor der zunehmenden Verödung geschützt werden müssen – dringend. Blühstreifen wären ein Anfang für ein Netz aus Biotopen. Die Jury empfiehlt diesen Film dem europäischen Parlament und jedem, der mit Naturverbundenheit und Herzblut für Schönheit das Land bewirtschaftet.

Preisträger

Hoimar-von-Ditfurth-Preis für die beste journalistische Leistung undotiert – von der Deutschen Umwelthilfe e.V.



Dokumentarfilm – Deutschland 2018/2019
Autor / Regie: Stefan Ebling | Kamera: Leonard Bendix | Schnitt: Patrick Frei | Musik: Marcus Nigsch
Produktion: ZDF info

Begründung der Jury:
In Zeiten von gezielter Verbreitung von Fake News und der populistischen Leugnung von wissenschaftlichen Fakten kommt der gründlichen journalistischen Recherche und Aufbereitung auch komplexer Zusammenhänge eine besondere Wichtigkeit und Verantwortung zu. Dieser Dokumentation gelingt es, das Thema Globalisierung in seiner ganzen Vielschichtigkeit in 7 Kapiteln übersichtlich strukturiert medial dazustellen. Prägnante Bildsprache, Grafiken und ohne erhobenen Zeigefinger machen die Dokumentation zu einem Beispiel kritischen Film- und Medienschaffens. Ohne einseitig Zusammenhänge zu verkürzen, zeigt die Dokumentation, wie wichtig gerechte Globalisierung ist. Für die Jury ist sie deshalb gerade von größter Aktualität.

Preisträger

Preis der Landeshauptstadt Potsdam für den besten Film zum Klimaschutz mit 5.000 € dotiert



Dokumentarfilm – Deutschland 2019
Autor/Regie: Simone Unger | Kamera: Sebastian Jacobi, Marcus Janssen | Schnitt: Steffen Werner | Musik: Moritz Denis, Eike Hosenfeld
Produktion: Hoferichter & Jacobs für den MDR

Begründung der Jury:
Da seit zwei Jahren besonders die Landwirtschaft auch in Brandenburg unter der Heißzeit litt, hat die Jury den Preis der Landeshauptstadt für dieses Thema entschieden. Bauern erklären im Film, dass der Klimawandel zur Änderung ihrer Anbaupraxis zwingt. Die regenerative Landwirtschaft mit der Erhöhung der biologischen Vielfalt im Boden und im Grünland, ermöglicht gute Ernten. Der Humusaufbau spart nicht nur Kunstdünger und Pestizide, sondern sorgt für die Speicherung von Kohlenstoff im Boden - ein Beitrag zum Klimaschutz. Bei der Zucht neuer Pflanzen oder von Milchkuhrassen, die weniger Methan abgeben, ist die Wissenschaft gefordert. Wenn Nachhaltigkeit und Klimaschutz zum Leitmotiv der Landwirtschaft werden, dann wird sie auch zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Ernährung der Menschen leisten können.

Preisträger

Preis für die beste künstlerische Leistung – mit 5.000 € dotiert



Dokumentarfilm – Deutschland 2018
Regie: Annette Scheurich, Steffen Sailer | Drehbuch: Annette Scheurich, Mi-Yong Brehm, Alexandra Sailer | Kamera: Steffen Sailer, Alexandra Sailer | Schnitt: Andreas Tiletzek | Musik: Georg Reichelt
Produktion: Marco Polo Film AG

Begründung der Jury
Maßstab für diesen Preis sind in einem Film natürlich die Bilder und seine filmische Umsetzung. In „Herbstwelten“ beeindruckte die Jury ein besonderes Suchen und Einlassen auf die herbstlichen Welten da draußen. Es geht nicht darum, einen gesellschaftlichen Diskurs zu beeinflussen, sondern uns hier in ziemlich überzeugender Weise einen naturbezogenen Zeithorizont - nämlich den Herbst – ästhetisch und in originellen Narrativen zu schildern. Diese eindrucksvoll erzählten Geschichten machen den Film auch für ein junges Publikum sehr interessant und emotional erlebbar. Dass er dafür auch noch Wort stark gestaltet ist, zeichnet ihn aus Sicht der Jury in besonderer Weise aus.

Preisträger

Bester Kinder- und Jugendfilm – mit 5.000 € verliehen vom Zentrum für Arbeits- und Umweltmedizin e.V. Berlin



Dokumentarfilm – Deutschland 2019
Autoren / Regie: Thomas Hausner, Christian Hüser, Helge Freund | Kamera: Alexander Gerst | Schnitt: Christian Hüser
Produktion: NASA, DLR, Bayerischer Rundfunk

Begründung der Jury:
Dieser Film wurde von der Jugendjury deshalb ausgewählt, weil Alexander Gerst in ungezwungener Atmosphäre und ohne „um den heißen Brei“ herumzureden, genau die Themen anspricht, die die Menschheit heute beschäftigen. Er nutzt seine außergewöhnliche Position, um uns ein Bild von unserem einzigen und gemeinsamen Planeten zu zeigen, das uns auffordert, in Zeiten des Klimawandels, andauernder Kriege, von Flüchtlingsströmen und Diskriminierung nicht wegzusehen, sondern respektvoll miteinander umzugehen und die Räume anderer Menschen zu akzeptieren.
So, wie Alexander Gerst mit seinen 5 Kolleg*innen auf der ISS international zusam-menarbeitet und -lebt, so müssen auch wir zusammenhalten, um das Raumschiff Erde und somit die Menschheit zu schützen.

Preisträger

…und die Lobende Erwähnung der Jury 2020 geht an das Organisationsteam des 15. Filmfestivals Ökofilmtour!


Wir hätten diesen Preis sehr gern persönlich an das Organisationsteam überreicht, wie alle anderen Preise natürlich auch, aber eine Pandemie verhindert das gerade. Es ist ein Verein, der vor fast 30 Jahren gegründet, der sich „dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen“ verpflichtet fühlt und der „kritische Informationen und Bildung vermitteln“ will. Der Verein FÖN e.V. koordiniert Kontakte von Fachleuten, Journalisten, Pädagogen, Schriftstellern und Künstlern bei der Bearbeitung von Umwelt- und Naturschutzthemen und widmet sich der Bildung und Erziehung im Bereich des Natur- und Umweltschutzes“. Das war fast zwei Jahrzehnte vor Greta und der „Fridays for Future“-Bewegung, und es war in einer Zeit, in der der „Aufschwung Ost“ auch mit den Braunkohlelagern in der Lausitz realisiert werden sollte!   
Vor mehr als 15 Jahren hatte dann ein Team um den umtriebigen ehemaligen Fern-sehredakteur Ernst-Alfred Müller eine geniale Idee: Sie installierten die Ökofilmtour im Land Brandenburg.  Sie waren in der Bundesrepublik nicht die ersten mit dieser Idee, sie haben aber am konsequentesten ein Bundesland als Festivalort kreiert. Es sollte nicht um einen Festivalort gehen, sondern um viele Orte, in deren Kinos aber auch anderen Vorführungsstätten die Filme des Wettbewerbs gezeigt werden sollten und konnten! Es hätten in diesem Jahr theoretisch 75 Orte/Vorführmöglichkeiten sein sollen, wenn nicht ausgerechnet ein Virus das verhindert hätte. Der Laudator, aber auch die anderen Mitglieder der Jury haben die Aktivitäten dieses Teams von Anfang an mit großem Interesse verfolgt. Natürlich zumeist in den regelmäßigen Veranstaltungen zur Ökofilmtour im Filmmuseum Potsdam, der Laudator hatte aber auch das Vergnügen, Veranstaltungen in Neuruppin und in Eberswalde zu erleben.
Die Jury wünscht sich für die Ökofilmtour im Land Brandenburg, aber vielleicht auch darüber hinaus (z.B. in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und den angrenzenden polnischen Wojewodschaften das Modell als Anregung zu übernehmen) zumindest weitere 15 erfolgreiche Festivals. Sie würdigt damit die Leistung eines Teams, das seit mehr als 15 Jahren das Thema Umwelt- und Naturschutz in Film und Fernsehen emotional und rational erlebbar gemacht hat und den Bürgerinnen/Bürgern und der Jugend im Land mit diesen Filmen und in vielen Gesprächen danach zeigte, dass Verschwörungstheorien und rechte Gewalt (Absolventenfilm „Kriegerin“) hier in Brandenburg keinen fruchtbaren Boden haben!

Preisträger

Musik von der Klezmer- und Balkan-Musik-Band "Shmaltz"

Nach jahrzehntelangen Banderfahrungen in der Berliner Klezmer-Szene, begann 2006 die malwonische Reise der beiden Bassisten und Multiinstrumentalisten Cosmo W. Pepper (Carsten Wegener) und Levante I.N. Patsh (Detlef Pegelow). Auf ihrem Weg trafen sie gleichgesinnte malwonische Seelen, die sich ihnen anschlossen. Gemeinsam mit Posaunistin Anke Lucks, Akkordeonistin Paula Sell, sowie Banjospieler und Tenorhornist Dr. Itzbar Dschucka, besteht die Band Shmaltz inzwischen seit mehr als zehn Jahren.

PROGRAMMVORSCHAU