Veranstaltung
05.04.2020
16.00 Uhr
Zollbrücke 16
16259 Oderaue
Betrifft: Fleisch um jeden Preis
Etwa 60 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland geschlachtet. Supermärkte liefern sich einen harten Preiskampf. Die Regierung verlangt mit einem neuen Label „Tierwohl“. Aber wie leben diese Schweine? - Das sind Bilder, die schwer zu ertragen sind. Was passiert mit ihrem Fleisch, nachdem es den Schlachthof verlässt? Experten haben hochgerechnet, dass rund ein Drittel der Schweinefleischproduktion im Müll landet. In der Anzahl betrifft das 20 Millionen Tiere! Diese Recherchen stellen eines klar: Nicht nur die von raffinierter Werbung angeheizten Verbraucher-Gewohnheiten müssen geändert werden, sondern das ganze Industriesystem.
Wie schaffen wir die Agrarwende?
Folgen der industriellen Landwirtschaft: Das Trinkwasser ist mit Nitrat verschmutzt, Insekten u. a. Arten sterben, die Böden laugen aus. Nicht nur Umweltschützer, auch Bauern sehen selbst, dass es so nicht weitergehen kann. Deshalb muss es Änderung der EU-Subventionen, der Regeln für Supermarktketten geben, um Bauern das Einkommen zu sichern, und eine breite Diskussion.
ab 16:00 Uhr
"Wie schaffen wir die Agrarwende"
Billiges Fleisch und Gemüse auf Kosten einer zerstörten Umwelt – doch die wird an der Supermarktkasse nicht mit bezahlt. Der Film zeigt Bauern, die das Ruder rumreißen und ohne Chemie auskommen wollen. Oder auf Permakultur setzen mit verschiedenen Pflanzen auf engem Raum im geschlossenem Ökosystem. Ist „Bio für alle“ möglich? Könnte nicht jede Landwirtschaft nachhaltig sein? Dafür aber müsste die EU-Agrarpolitik umschwenken.
Im Anschluß Filmgespräch und Diskussion mit Experten.
Moderation: Ernst-Alfred Müller (Festivalleiter Ökofilmtour)
Vor der Filmveranstaltung, von 11 - 16 Uhr findet im Theater eine Saatguttauschbörse statt.